Ich sage, was ist
Auch wenn es unbequem ist. Ein Projekt, das zu spät kommt, wird nicht besser dadurch, dass es erst spät als verspätet bekannt wird.
Über mich
Senior Software Entwickler und Architekt. Seit 2002 in der Enterprise-Entwicklung, seit 2006 selbstständig, aufgewachsen fachlich in einer Domäne, in der Fehler nicht folgenlos bleiben.
Profil
Meine berufliche Prägung begann nicht am Rechner, sondern in der militärischen Flugsicherung. Als Flugdatenbearbeiter lernt man früh, dass eine unsaubere Angabe reale Konsequenzen hat und dass die Kontrolle vor der Ausführung kommt.
Nach der Umschulung zum Fachinformatiker 2004 habe ich diese Haltung in die Softwareentwicklung mitgenommen: erst verstehen, dann entwerfen, dann bauen – und das Ergebnis so dokumentieren, dass jemand anderes es prüfen kann.
Seit 2006 arbeite ich selbstständig, seit 2018 zusätzlich als Senior Entwickler und Architekt in einem Systemhaus für Flugsicherungssoftware, wo ich die Architektur für die Aeronautical Information Services verantworte und zeitweise ein Team von 12 bis 14 Personen geführt habe. Der Kreis hat sich damit geschlossen: Ich baue heute die Systeme, mit denen ich als junger Soldat gearbeitet habe.
In über 20 Jahren habe ich viele Frameworks kommen und wieder gehen sehen. Das hat mich vor allem eines gelehrt: Technologie wird nach dem Problem ausgewählt, nicht nach dem Trend. Was heute neu ist, muss in fünf Jahren noch wartbar sein – und dann bin ich unter Umständen nicht mehr im Projekt.
Haltung
Fachliche Qualifikation steht im Lebenslauf. Was darüber hinaus zählt, ist die Art der Zusammenarbeit – und die lässt sich benennen.
Auch wenn es unbequem ist. Ein Projekt, das zu spät kommt, wird nicht besser dadurch, dass es erst spät als verspätet bekannt wird.
Termine und Aufwandsangaben sind bei mir Verpflichtungen, keine Wunschwerte. Lieber ein konservativer Wert, der hält.
Ein System, das nur ich verstehe, ist ein Risiko für Sie. Ich schreibe auf, was ich tue, und warum ich es so tue.
Ich baue keine Abhängigkeiten auf. Wenn ich gehe, soll Ihr Team mehr können als vorher – das ist der eigentliche Auftrag.
Zugriffsrechte, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit gehören in den Entwurf, nicht in ein Ticket kurz vor dem Livegang.
Neugier auf Neues, aber kein Selbstzweck. Wenn eine bewährte Lösung reicht, empfehle ich die bewährte Lösung.
Werdegang
Architekturverantwortung für die Aeronautical Information Services, Interims-Teamlead für 12 bis 14 Mitarbeitende, Einführung moderner Technologien in der Flugdatenverarbeitung.
Projekte im Konzern- und Mittelstandsumfeld im gesamten DACH-Raum – als Entwickler, Architekt, Projektleiter und Testverantwortlicher.
Abschlussarbeit zu Projektplanung und -management mit ERP-Systemen, anschließend Software-Entwicklung, Support und Marketing mit Schwerpunkt auf Schnittstellen und Datenübernahme.
Ausbildung zum Flugdatenbearbeiter in der militärischen Flugsicherung (1998), Unteroffiziersausbildung mit Erweiterung für Krisenreaktions-Einsatzverwendung, Englisch-Intensivausbildung mit Cambridge-Abschlussniveau (2000).
Handwerkliche Grundausbildung – rückblickend eine gute Schule dafür, dass ein Fundament trägt oder eben nicht.
Ein Gespräch sagt mehr als jede Selbstbeschreibung. 30 Minuten genügen für den Anfang.